MSV Dresden – Radebeuler HV

Spiele, die man nie vergisst …

… und zu dieser Kategorie gehört das Spitzenspiel der Frauen-Bezirksliga zwischen dem MSV Handball Dresden und dem Radebeuler HV am vergangenen Sonntag. So viel vorweg genommen. Die Partie war an Spannung und einem Wechselbad der Gefühle kaum zu übertreffen. Am Ende gewannen die Dresdnerinnen und lagen sich in den Armen.
Ob verdient oder nicht, möchte ich gar nicht beurteilen. Der Wille war bis zum Schluss da und wurde belohnt.
Die Ausgangslage lies natürlich auch schon ein spannendes Spiel erwarten. Radebeul auf Platz 1 der BL und der MSV auf Platz 2. Beide hatten noch keine Partie verloren. Die Mädels aus Radebeul hatten ein paar Tore mehr auf der Habenseite und lagen deshalb vorn.
Die erste Hälfte begann mit einem Treffer für die Gäste und kurz darauf kam der Ausgleich. So verlief die gesamte erste Halbzeit. Radebeul ging in Führung, Dresden gleicht aus. Darüber hinaus machten auch beide Mannschaften, scheinbar abgestimmt, aufeinanderfolgend Fehler. 
So konnte sich kein Team entscheidend absetzen.
Man sah schon, dass beide Teams nicht umsonst da oben in der Tabelle stehen. Sie spielten definitiv auf Augenhöhe. Die Radebeulerinnen zeigten sich sehr stark in der zweiten Welle sowie im Positionsangriff im Auflösen über die Kreismitte. Damit hatten die MSV-Mädels anfangs so Ihre Probleme. Mit zunehmender Spieldauer bekamen sie es dann besser in den Griff.
Das Angriffsspiel des MSV war gewohnt flexibel und schnell, jedoch nicht immer erfolgreich.
HZ-Stand 13:14 nach einem Siebenmeter der Gäste
Erwähnenswert war im ersten Abschnitt vor allem die Leistung unserer Torhüterin Karina. Sie gestaltete zu diesem Zeitpunkt die Partie, vor allem durch ihre Paraden, spannend. 

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild. Beide Mannschaften zeigten ein sehr gutes Niveau, spielten einen recht flotten Ball, konnten aber nicht immer erfolgreich vollenden.
Mal war es die gegnerische Abwehr, die da etwas dagegen hatte oder es war eigene Schwäche und man produzierte technische Fehler bzw. Fehlwürfe. Nun ging auch mal die gastgebende Sieben in Führung und zwar mit 15:14 in der 32. Spielminute.
Es sah so aus, als könnte sich das Blatt nun wenden und die Damen aus Dresden übernehmen die Spielführung, aber das war zu kurz gedacht. Viele Ballstaffetten fanden keinen Abschluss und so kam Radebeul immer wieder zu schnellen Angriffen, die sie dankend annahmen und in Tore umsetzten.
Nun sollte es in die heiße Phase der Partie gehen. Wir schreiben die 45. Spielminute und es steht 23:23. Aus unerklärlichen Gründen lief mit einem Mal nichts mehr in Angriffsspiel des MSV bzw. nichts, mit einem erfolgreichen Ende. Selbst eine Auszeit des Trainers brachte nicht den Wandel. Im Gegenteil, es wurde noch schlimmer. In der 50. Spielminute, nach einem einwandfreien 6:0 Lauf, ging Radebeul mit 29:23 in Führung. Das Spiel schien entschieden.
Glücklicherweise war es das noch nicht und im Handball ist in 10 Minuten sehr viel möglich. Es ging gefühlt ein Ruck durch die Truppe. Keiner gab sich mit einer Niederlage zufrieden und der Kampf begann. Allen voran eine glänzend aufgelegt Jenny. Tor für Tor wurde aufgeholt. Beim Stand von 29:30 nahm das die Gästetrainerin eine Auszeit, die jedoch scheinbar genauso wenig brachte, wie die erwähnte des gegenüber.
Denn die Angriffe des RHV wurden gar nicht mehr beendet, denn die Abwehr des MSV fischte mit einer etwas offensiveren Abwehr die Bälle einfach weg und setzen dies in Konter um. So auch Sekunden vor dem Schluss. Die Uhr schlug 59:58 und Nadine verwandelte zum 31:30. 
Die gut agierenden Schiedsrichter pfiffen kurz danach ab und die Dresdnerinnen waren Sieger dieser Partie. So Recht konnte es noch keiner wahr haben. Sie lagen sich alle in den Armen und bei paar Tränchen liefen vor Freude auch.
Positiv zu erwähnen: Alle haben gespielt und bis zum Schluss gekämpft. Dies wurde belohnt

Wer war dabei: Karina, Thea, Leoni, Rese, Nadine, Jenny, Lui, Mandy, Martina, Anne, Geli, Caro, Yvi, Sandy

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