Trainingslager 2020

„Der Wille zu gewinnen ist wichtig. Der Wille zu trainieren entscheidend.“ – getreu diesem Motto trafen sich letzten Donnerstag sage und schreibe 73 Mädels und Frauen aus sechs Mannschaften und 12 Trainer, um – allen diesjährigen Widrigkeiten zum Trotz – mit dem Trainingslager in Altenberg die neue Saison einzuläuten. Von der dortigen Jugendherberge hatte uns bereits vor den Sommerferien die frohe Kunde erreicht, dass der Durchführung nichts mehr im Wege steht und das blieb auch so.
Nach dem Verstauen des Gepäcks und Erledigung der notwendigen Formalitäten, ging es, verteilt auf zwei Busse, Richtung Ziel. Und da die Mädels inzwischen auch das pausenlose Plaudern und die Zufuhr von Süßigkeiten mit Maske perfektioniert haben, verging die Fahrt im Nu.

Das Zimmer-Tetris-Rätsel hatte Nina dankenswerterweise bereits im Vorfeld gelöst und so konnten nach dem Empfang der Bettwäsche die Zimmer in Beschlag genommen werden. Und auch wenn kurz ein wenig Trauer ob der weniger gewordenen Viel-Bett-Zimmer aufkam, leuchteten die Augen der Mädels beim Anblick der nigelnagelneuen Bäder. Die hatte Familie Weinberg in den letzten Monaten einbauen lassen und dabei, aufgrund der Beherbergungsbeschränkungen, auch selbst kräftig Hand angelegt. Umso größer war nun auch deren Freude endlich wieder richtig loslegen zu dürfen. 
Bei bestem Wetter wurden die ersten In- und Outdoor-Trainingseinheiten absolviert und mannschaftsübergreifend Kontakte geknüpft – da fragen die A-Jugendlichen schon mal bei der E-Jugend an, ob sie mit Verstecken spielen dürfen. Wie in den letzten Jahren dauerte es wieder ein weniger länger, bis Ruhe in den Zimmern einkehrte, die D-Jugend war noch mit dem Studium der Motivations-Mantra´s beschäftigt und manch Trainer musste erst noch den Zahnpasta-Türklinken-Streich über sich ergehen lassen, aber auf Seiten der Trainerschaft war man sich einig, dass der Freitag entspannter werden würde.

Dieser Freitag begann für die Frauen bereits 7.00 Uhr mit einem Läufchen um den Großen Galgenteich, aber auch die A- und B-Jugend folgte wenig später mit ihren Runden um die Jugendherberge und ab 8.00 Uhr wurde die Sporthalle, beginnend mit der D-Jugend in Beschlag genommen.
In diesem Jahr stand uns die altehrwürdige Halle im Sportkomplex vollständig zur Verfügung, was den Verantwortlichen die Logistik vereinfachte und den Mannschaften einige Laufwege ersparte (Das dachten diese zumindest). Aber auch neben der Sporthalle eignen sich das Gelände und die Umgebung der Jugendherberge bestens, um die Damen auf verschiedenste Weise in Bewegung zu halten.
Angesichts der heißen Temperaturen stürzte sich die E-Jugend gleich am Morgen in die Fluten des Naturbades „Kleiner Galgenteich“. Und nach dem sie den Bademeister von ihren Schwimmkünsten überzeugt hatte, durfte auch ausgiebig gerutscht werden. Diese Art der Abkühlung suchten im Laufe des Tages zwischen den Hallentrainings auch die anderen Mannschaften – einzig die B-Jugend (Die Damen bevorzugen eher Edelstahlschwimmbecken.) kühlte sich mit einem Eis von innen. Außerdem wurde geschwitzt, gekräftigt, geschwitzt, gedehnt, geschwitzt, gewandert, geschwitzt, Volleyball gespielt, geschwitzt, für den nahenden Mannschaftsauftritt geübt, geschwitzt, relaxt und wieder geschwitzt. 

Nicht unterschlagen wollen wir die erste offizielle Trainingseinheit von Neu-Trainer Maik – dessen Ansage: „Zur Erwärmung machen wir Burpees…!“ sorgte bei den Umstehenden für gemischte Reaktionen – bei den „betroffenen“ Mädels für kurzes Entsetzen, bei der anwesenden Trainerschaft für ein breites Grinsen und bei einigen älteren Mädels für Erleichterung – wohlwissend, dass der „Neue“ sich bei den Jüngeren austoben wird. Die D-Jugend meisterte diese Einheit übrigens mit Bravour!

Gegen 21.00 Uhr hatten es dann auch die Frauen und die A-Jugend für diesen Tag geschafft und alle trafen sich auf der Wiese vor der Jugendherberge. Dort warteten bereits unsere jüngsten Mädels von der E-Jugend, um ihr Programm aufführen zu können – das taten sie dann auch sehr gekonnt und erinnerten wohl die ein oder andere ältere „Dame“ daran, wie beweglich so ein Körper sein kann. Zur Belohnung gab es reichlich Applaus und für die Mädels der letztjährigen E-Jugend endlich auch die wohlverdienten Silbermedaillen für den Vize-Bezirksmeister. Herzlichen Glückwunsch nochmals!!!

Der Samstag startete ebenfalls mit bestem Wetter und damit auch mit dem gleichen Programm wie am Vortag – lediglich die D-Jugend konnte den Staffelstab des frühen Vogels an die C-Jugend übergeben. 

Im Laufe des Vormittags kündigte dann aber der Herbst sein Kommen an und so fanden die Minutenläufe der B-Jugend – wie im Vorjahr, die Krafteinheit der Frauen und die Galgenteichrunde der E-Jugend im einsetzenden Regen statt. Aber wir sind ja nicht aus Zucker und so wurde das Beste aus der Situation gemacht und das Programm dem Wetter angepasst.

Das Wetter beruhigte sich – dafür stieg die Aufregung innerhalb der Mannschaften angesichts der erstmals gestellten Aufgabe, zur Erarbeitung eines kleinen Kulturbeitrages. Die werden wir auf jeden Fall beibehalten, zeigte sich doch ganz schnell der teambildende Charakter einer solchen Aufgabe.

Nach der letzten Trainingseinheit war es dann endlich soweit und alle Teams konnten sich nacheinander vor versammelter Mannschaft präsentieren. Und so unterschiedlich der Charakter der einzelnen Jahrgänge ist, so unterschiedlich waren auch die Auftritte. Die D-Jugend hatte sich bereits zu Hause darauf vorbereitet und legte mit ihrem Sockentanz gut vor. Die C-Jugend zeigte, dass man durch das Springseil nicht nur stupide durchhüpfen muss und Handballerinnen auch akrobatisch einiges auf dem Kasten haben.

Von der B-Jugend wurde das Tanzbein geschwungen und dabei auch Trainerin Peggy nicht verschont und in Szene gesetzt – der Sonderapplaus war mehr als verdient. Bei der A-Jugend wurde es wieder etwas ruhiger, aber der Cup Song war perfekt einstudiert. Und zu guter Letzt präsentierte Trainer Otto, in einer Licht- und Musikshow, seine tanzenden Frauen, die er nach dem Auftritt wieder in einem Caddy-Kofferraum verschwinden ließ. Die besorgte Frage der Jüngeren, ob die Frauen denn auch alle in dem Auto angeschnallt waren, konnte natürlich mit einem klaren „JA“ beantwortet werden.

Weiterer Höhepunkt des Abends war die feierliche Unterzeichnung der Übungsleiter-Verträge mit Anne und Maik – selbstredend besitzen diese KEINE Ausstiegsklausel –schließlich sind wir sehr froh, sie an Bord zu haben.

Pünktlich zum Sonntagmorgen war die Sonne zurück und begleitete die A- und B-Jugend auf ihrem letzten Läufchen – das Wehklagen angesichts der Uhrzeit und der schmerzenden Knochen war nicht zu überhören, aber allen waren tapfer! Otto hatte seine Frauen bereits am Vorabend von dieser Einheit befreit – worauf diese eine nächtliche „Laufeinheit“ an das Abendprogramm hingen. 

Die eigentlich traditionell gemeinsam stattfindende letzte Trainingseinheit wurde in diesem Jahr gesplittet, aber nicht minder ausgiebig und freudbetont genutzt. Ansonsten wurde das Chaos in den Zimmern beseitigt, alles in den Originalzustand versetzt und ein letztes Mal gemeinsam Mittag gegessen. Das Abholprozedere mit Kuchen-Flatrate musste dieses Jahr leider entfallen, aber Zeit für den einen oder anderen Plausch blieb dennoch. Am Ende konnten alle Spielerinnen einigermaßen heil an die Eltern übergeben werden und genießen jetzt hoffentlich eine schöne letzte Ferienwoche. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die zum Gelingen des Trainingslagers beigetragen haben. Insbesondere natürlich bei Familie Weinberg, die eine Menge hungrige Mäuler zu stopfen hatte, jederzeit und flexibel für uns da war und denen wir wünschen, dass sie in den nächsten Wochen und Monaten wieder ordentlich Arbeit bekommen – wir haben auf jeden Fall für das nächste Jahr reserviert und kommen wieder!

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